In Frankreich zahlen Sie fast überall mit Karte, und zwar selbst kleinste Beträge. Der Espresso an der Theke, die einzelne Briefmarke, das Metroticket. Was in Deutschland noch als ungewöhnlich gilt, ist dort seit Jahren Normalität. Wer vorher www.kreditkartenvergleich.net durchsieht, findet die Karten, mit denen das im Urlaub reibungslos funktioniert.
Dieser Überblick klärt, worauf es beim Bezahlen in Frankreich ankommt.
Wo die Kreditkarte akzeptiert wird
Die Akzeptanz ist in Frankreich flächendeckend. Läden, Restaurants, Cafés, Bars, Bäckereien, Tankstellen und Verkaufsautomaten nehmen Karten, meist ohne Mindestbetrag.
Wichtig ist allerdings, welche Karte Sie dabeihaben:
- Visa und Mastercard. Praktisch überall akzeptiert, das ist der Standard.
- Girocard mit Maestro oder V-Pay. Wird an vielen Terminals genommen, aber nicht überall. Verlassen Sie sich nicht allein darauf.
- American Express und Diners Club. Deutlich geringere Akzeptanz. In Hotels und größeren Häusern in Paris kein Problem, in der Provinz häufig abgelehnt.
Nehmen Sie deshalb im Urlaub zwei Karten mit, idealerweise eine Visa und eine Mastercard, und bewahren Sie sie getrennt auf. Fällt ein Netz aus oder wird eine Karte gesperrt, zahlen Sie mit der zweiten weiter.
Ein Detail, das viele überrascht: Kontaktloses Bezahlen ist in Frankreich Standard, das Limit ohne PIN liegt meist bei 50 Euro. Darüber hinaus verlangen die Terminals die PIN, nicht die Unterschrift.
Welche Gebühren anfallen
Hier liegt die gute Nachricht. Frankreich gehört zum Euroraum, deshalb fallen beim Bezahlen mit einer deutschen Kreditkarte in der Regel keine Gebühren an. Die Fremdwährungsgebühr, die auf Fernreisen der größte Kostenblock ist, entfällt vollständig.
Anders sieht es beim Bargeld aus:
| Vorgang | Typische Kosten |
|---|---|
| Kartenzahlung im Geschäft | 0 € |
| Bargeld abheben mit Kreditkarte | 2 bis 4 % oder 5 bis 10 € pauschal |
| Bargeld abheben mit Girocard | 5 bis 10 € pro Vorgang |
| Bargeld abheben mit kostenloser Direktbankkarte | 0 € |
| Automatenentgelt des Betreibers | meist 0 € in Frankreich |
Das Abheben von Bargeld ist der einzige Posten, bei dem in Frankreich nennenswerte Gebühren entstehen.
Von den meisten deutschen Banken werden für das Abheben mit Kreditkarte hohe Gebühren verlangt, und die Höhe unterscheidet sich stark. Einige Direktbanken ermöglichen ihren Kunden dagegen, im Ausland kostenlos Geld abzuheben. Wenn Sie ohnehin über eine neue Karte nachdenken, ist das der Punkt, auf den Sie achten sollten.
Ein zweiter Hinweis, der überall gilt: Fragt der Automat, ob in Euro oder in der Landeswährung abgerechnet werden soll, wählen Sie die Landeswährung. In Frankreich ist beides Euro, sodass die Frage entfällt. In der Schweiz oder in Großbritannien auf der Durchreise ist sie dagegen relevant.
Wie viel Bargeld Sie brauchen
Trotz der guten Kartenakzeptanz sollten Sie Bargeld dabeihaben. Diese Situationen verlangen es:
Kleine Geschäfte auf dem Land. In den Dörfern Okzitaniens oder der Auvergne gibt es Bäckereien und Hofläden, die nur Bargeld nehmen.
Wochenmärkte. Die meisten Stände arbeiten bar, auch wenn einzelne inzwischen Terminals haben.
Trinkgeld. In Frankreich ist der Service in der Rechnung enthalten, ein kleines Trinkgeld in bar ist trotzdem üblich.
Parkautomaten und kleine Museen. Nicht alle akzeptieren Karten.
Notfall. Wenn die Karte gesperrt wird oder das Terminal ausfällt.
Für eine Woche Urlaub reichen 150 bis 250 Euro Bargeld pro Person. Mehr brauchen Sie nicht, und mehr sollten Sie auch nicht mit sich führen.
Heben Sie das Geld am besten in einer größeren Summe ab statt in vielen kleinen Beträgen. Wenn Ihre Karte 5 Euro pro Vorgang kostet, macht ein einziger Abhebevorgang über 250 Euro einen Unterschied von 20 Euro gegenüber fünf Abhebungen zu je 50 Euro.
Vor der Reise erledigen
Diese Punkte klären Sie zwei Wochen vor der Abfahrt:
- Karte auf Gültigkeit prüfen. Ein während der Reise ablaufendes Verfallsdatum ist ärgerlicher, als es klingt.
- PIN sicher wissen. Französische Automaten und Terminals verlangen fast immer die PIN.
- Verfügungsrahmen prüfen. Bei einem Mietwagen wird die Kaution auf der Karte blockiert, das kann 500 bis 2.000 Euro binden.
- Zweite Karte einpacken, getrennt vom Portemonnaie aufbewahrt.
- Sperrnummer notieren: aus dem Ausland 0049 116 116.
- Kontaktloses Bezahlen aktivieren, falls es nicht standardmäßig freigeschaltet ist.
Punkt drei ist bei Rundreisen relevant, wie sie im Süden Frankreichs verbreitet sind. Wer mit dem Mietwagen von Montpellier aus die Region erkundet, sollte den Verfügungsrahmen vorher anheben lassen. Was sich in der Gegend lohnt, zeigt etwa der Überblick dazu, warum Montpellier für ein Wochenende passt.
Was im Problemfall zu tun ist
Drei Situationen kommen im Urlaub vor:
Karte wird abgelehnt. Häufigste Ursache ist eine automatische Sperrung durch das Betrugserkennungssystem der Bank. Ein Anruf über die Servicenummer klärt das meist binnen Minuten. Kündigen Sie die Reise deshalb vorab bei der Bank an.
Karte verloren oder gestohlen. Sofort sperren über 0049 116 116. Danach Anzeige bei der Polizei, weil Versicherer den Beleg verlangen. Eine Ersatzkarte per Kurier kostet 50 bis 150 Euro und dauert zwei bis fünf Tage.
Automat behält die Karte ein. Passiert bei dreifach falscher PIN oder technischen Störungen. Die Karte wird von der Bank vernichtet, Sie brauchen eine neue. Deshalb die zweite Karte getrennt aufbewahren.
Bei Streitigkeiten über Abbuchungen oder Reiseleistungen im europäischen Ausland hilft das Europäische Verbraucherzentrum kostenlos weiter. Es vermittelt bei grenzüberschreitenden Fällen und kennt die jeweiligen nationalen Regeln.
Kurz zusammengefasst
- In Frankreich zahlen Sie fast überall mit Karte, auch Kleinstbeträge.
- Visa und Mastercard werden flächendeckend akzeptiert, American Express deutlich seltener.
- Kartenzahlungen kosten keine Gebühren, weil Frankreich zum Euroraum gehört.
- Beim Abheben von Bargeld fallen je nach Bank 5 bis 10 Euro pro Vorgang an.
- Nehmen Sie 150 bis 250 Euro Bargeld pro Person und Woche mit, plus zwei Karten.
Wer die Region genauer kennenlernen will, findet in der Übersicht der größten Städte in Okzitanien eine gute Grundlage für die Routenplanung. Und dort gilt dieselbe Regel wie überall in Frankreich: In den Städten reicht die Karte, auf dem Land ist Bargeld die sicherere Wahl.




